• Naddi

Entspannt sein - ohne Vertrauen geht gar nix!

Stress, Stressbewältigung, Entspannen, Wellness das waren so die Wohlfühlkampfbegriffe, mit denen ich gerne um mich geschmissen habe.


Und ich wollte das auch wirklich sein. Jedoch war ich oftmals nach dem Versuch mich zu entspannen noch genervter und niedergeschlagener als zuvor. Aber, heute sind Entspannung und Wohlfühlen ständige Begleiter meines täglichen Lebens geworden.


Irgendwann ging wirklich nix mehr. Die körperlichen Symptome zwangen mich sprichwörtlich in die Knie und von Motivation war schon lange keine Rede mehr. Faszien verklebt, Muskeln verspannt, chronische Erkrankungen.... und emotional ein Wrack. Es war die reine Vernunft, die mich zum Aufstehen und Weitermachen zwang. Und, das Leben selbst, irgendwie. Aber da ich von Grund auf ja eher dazu neige den gediegenen Weg zu gehen und mich auch gerne wohl fühle, hat mich der Gedanke einfach nicht losgelassen, dass es doch möglich sein könnte, entspannt zu sein. Und außer, dass es wieder nicht klappt, konnte ja nicht mehr schief gehen.



Also beschloss ich, die Sache mit der Entspannung mal aus einem anderen, praktischeren Blickwickeln zu betrachten. Mehr in den Alltag mit drei Kindern, Arbeit und allem was dazugehört integrierbar.


Ich saß schon mit anderen Mamas mit Zeitstress auf dem Spielplatz. Wie absurd.... Es war doch alles bestens. Das Wetter schön, die Kinder und ich hatten Bewegung, nette Leute waren dabei. Leckeres Picknick, .... Aber... wenn da nicht noch xy gewesen wäre. Und noch das und.... hetzen zum Kindergarten, rasen auf die Arbeit, hechten von Kollege zu Kollegin und in der Pause zappte ich auf dem Smartphone rum, plante das Essen, überlegte, ob ich noch genug Futter für die Hunde zu Hause hatte oder quatschte aufgeregt mit jemandem. Und dann immer der krampfhafte Versuch Entspannung zu finden. Immer auf den Zeitpunkt des Tages hin fiebern, an dem ich endlich entspannen kann. Schon der Gedanke daran verspannt mich :) Und wenn ich dann, nachdem die kleinste um 21:30 Uhr schläft nochmal die neuen Geschichten aus der Schule meiner mittleren hören will, wird es schon 22:00 Uhr. Dem großen mag ich aber auch noch gute Nacht sagen und meinen Mann, habe ich den heute schon gesehen? Und eigentlich müsste ich noch etwas fertig schreiben... naja, du kennst das wahrscheinlich in ähnlicher Weise vielleicht von dir selbst. Da wirst du irre, wenn du das echt ein paar Jahre so durchziehst. Also ich wurde es beinahe...


Und wenn ich dann die magische Zeit erreicht hatte, in der ich nun endlich Zeit für mich hatte, Zeit zum Entspannen, ja dann war ich selbst total müde und erschöpft.


Kam mein Körper dann zur Ruhe, raste innerlich immer noch alles und anstatt mich entspannen zu können, löste das sich auf die verändernde, entspannende Situation einzulassen wieder absolute Stresssymptome in mir aus.


Und vor lauter reden, lesen, tun, rumrennen und planen war ich nicht nur gestresst. Ich war auch zum Teil richtig, richtig unglücklich und fühlte mich gefangen und das schon ziemlich lange... Ich gestand es mir nicht ein, ein körperliches oder seelisches Ungleichgewicht als ernstes Signal zu werten, dass mich zum Umdenken anregen will. Bis es eben nicht mehr ging!


Ich behaupte, ich war auch überhaupt nicht anwesend, hatte kaum Verbindung zu mir selbst und hatte keinerlei Vertrauen in mich und mein Leben. Oder das Leben allgemein...


Denn Vertrauen ist der Killer für jedes Stressgefühl.


Vertrauen und das bewusste erleben des Moments. Anwesend im hier und jetzt.


Heute weiß ich aber, dass ich mich nur in Stress und Anspannung versetzen ließ, weil ich nicht bewusst handelte und dachte und mir das Vertrauen in mich, mein Tun und das Leben abhandengekommen war.


“No, we don’t need more sleep. It’s our souls that are tired, not our bodies. We need nature. We need magic. We need adventure. We need freedom. We need truth. We need stillness. We don’t need more sleep, we need to wake up and live.” ~Brooke Hampton

Danke Brooke Hampton und ihren wundervollen Zitaten. Wie erfrischend, wie ehrlich und greifbar.

Entspannt sein für ist mich zu einer Lebenseinstellung geworden. Das bewusst werden darüber, dass Ruhe ebenso notwendig ist, wie Aktivität. Und die Abstufung, wer von was wie viel braucht, ist so individuell wie unsere Augenfarbe.


Genau deshalb glaube ich, fiel es mir mitunter so schwer mich zu entspannen. Ich musste nicht nur rausfinden, wie ich entspannen kann und mir dafür Raum und Zeit nehmen, sondern ich musste mich auch willentlich dazu entscheiden, nicht mehr gestresst sein zu wollen. Und zwar jeden Tag.


Also habe ich mich auf den Weg gemacht herauszufinden, was ich wirklich brauche. Ich musste mich mehr in meinen Lebensmittelpunkt rücken. Das war lange Jahre nicht so mein Spezialgebiet. Vor allem nicht ohne Drama oder Aufmerksamkeit von außen. Ich will ja ehrlich sein, lange dachte ich, es sei schon "schicker" ein Wellnesswochenende zu machen, als morgens um 04:00 barfuß durch die Felder zu laufen, allein. Dachte ich lange....


Irgendwann blieb mir also nur noch ich übrig, um wirkliche Veränderung und Besserung zu erreichen. Und da bisher eh immer alle Versuche mit Unterstützung von außen darin endeten, dass ich wieder am gleichen Punkt stecken blieb, versuchte ich dann eines Tages einfach Vertrauen in mich zu haben, wollte lernen mich abzugrenzen und rauszuziehen aus dem ganzen Trubel der Welt. Denn schlussendlich war es ja auch ich die ein Problem damit hatte. Und soviel wusste ich damals schon, kontrollieren und verändern kann ich nur mich selbst. Also traute mich allein zu sein, auch mal in völliger Stille. Konnte den Druck aushalten, jetzt "etwas zu verpassen", war offen für ein neues, entspanntes Lebensgefühl und den daraus entstehenden Veränderungen.


Ganz wichtig für mich! Zu erkennen, dass ich nur Besserung erreiche, wenn auch Veränderung sein darf. Es kann nicht gleich bleiben und sich gleichzeitig verbessern, denn der Nährboden, die Basis, auf der ein Ungleichgewicht, eine Disharmonie entstand, kann nicht der Nährboden für Gleichgewicht und Harmonie sein.


Entspannung kam mir immer so als Sahnehäubchen vor. Das Recht und die Zeit musste ich mir erstmal verdienen. Aber wann sollte denn dieser Zeitpunkt sein?


Da sind wir bei der nächsten wichtigen Kompetenz: im hier und jetzt sein und den Ist-Zustand akzeptieren.


Aber, wer nicht gestresst ist, ist ja faul. Gestresst sein ist irgendwie total "in", oder? Nur wenn ich mir den Tag maximal voll packe, dann hat er sich auch gelohnt. Eine ominöse "Angst" was zu verpassen oder etwas nicht erledigt zu bekommen. Und wie soll ich es schaffen, etwas zu akzeptieren, mit dem ich mich nicht wohl fühle? Mit der Akzeptanz stellte sich aber immer mehr Vertrauen ein und beides führt jedes Mal dazu, dass die Situationen leichter werden oder sich komplett ändern. Denn auf einige meiner Aufgaben hatte ich auch gar keine Lust mehr und das darüber ärgern, dass ich keine Lust darauf habe hat mich noch mehr auf den Feierabend hin fiebern lassen und das hat mich wieder mehr gestresst.... Aber die größte Falle, in die ich immer wieder getappt bin, waren meine Selbstgesprächsspiralen und die daraus resultierenden Gefühle.


Das Hier und Jetzt akzeptieren und wahrnehmen. Dann ziehen mich die Pläne der Zukunft nicht nach vorne und die Fäden der Vergangenheit halten mich nicht fest.



Der Mensch muß zur inneren Ruhe gebildet werden. Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827), Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Ich fand für mich heraus, dass ich am besten alleine entspannen kann. Und dass ich das allein sein brauche, um entspannt sein zu können.


Natürlich war es toll meinen Pilateskurs besucht zu haben oder mich mit Yoga zu befassen. Genauso auch mit Klopf- und Schütteltechniken zur Entspannung und Lösung meiner Blockaden und Verspannungen oder eine herrliche Massage, ein Termin beim Osteopathen oder Psychotherapeut. Ich nehme das immer nur als Impulse von außen, deren wahren Nutzen ich erst erkennen und für mich umsetzen konnte, als ich begann mir zu vertrauen, auf mich zu hören und alleine die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten trainierte.


Ich war natürlich nicht alleine, es war wie immer eine Teamarbeit mit meinem Körper, meinem Herz, meinem Geist und meiner Seele. Das ist eine der wundervollen Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe. Ich bin nie wirklich allein. Die Stimmen in meinem Kopf, die mich manchmal beinahe in den Wahnsinn getrieben haben, haben sich in unterstützende und wertvolle Stimmen und Ideen gewandelt. Die Schmerzen, die durch all die Verspannungen und Verkrampfungen ausgelöst wurden, sind nun fließende Energie, die mir täglich Kraft geben, all das zu erledigen und zu erleben, was mir das Leben so bietet und zu was ich mich entschieden habe. Mein Körper wird immer fitter und widerstandsfähiger. Und wenn ich heute wieder irgendwo Schmerzen habe, nehme ich diese bewusst wahr und weiß, dass ich in irgendeinem Lebensbereich ein Ungleichgewicht habe. Quasi mein eigenes, direkt auf mich eingestimmtes Alarmsystem. Und die Gefühle, die mir heute so den Tag über begegnen kann ich fühlen, ertragen, sein lassen und entspannter (vertrauensvoller) akzeptieren.


Warum ich finde, dass Entspannung und Vertrauen zusammengehören?


Wenn ich mich entspanne, dann lasse ich los. Körperlich und geistig. Meine Muskeln entspannen sich, dadurch können angestaute Gefühle hochkommen, die ich vielleicht eine ganze Weile schon unterdrückte.... Und genau diese Augenblicke waren es immer, die mich noch nervöser machten. Die noch mehr inneren Druck in mir aufkommen ließen, in denen ich Angst bekam, weil alte, aufgestaute Emotionen hochkamen, vor denen ich mich schonmal gedrückt habe. Habe ich aber genau an den Punkten vertrauen, weil ich weiß, wie ich damit umgehen und es akzeptieren kann, dann kann ich es auch aushalten und loslassen. Und an diesen Punkten brauchte ich einfach Vertrauen. Vertrauen in mich, dass ich weiß, wie ich damit umgehe, was sich gerade bemerkbar macht.


Heute ist das Pochen in meinem Körper viel weniger geworden und wandelt sich viel schneller in einen warmen Strom an Energie, der durch meinen Körper fließt.


Für mich war also wichtig zu herauszufinden, wie ich mich entspannen kann. Und, dass, bevor ich mich entspannen kann, erstmal das Angespannte raus muss.


Mich zu entspannen empfinde ich so, als würden im Hintergrund fleißige Helferlein das Erlebte und Gelernte verarbeiten und wenn sie fertig sind, betrachten und genießen wir in aller Ruhe gemeinsam das neu Erschaffene.


Und ich habe für mich herausgefunden, dass Entspannung nichts Lineares oder eindimensionales ist. Ich bin immer im Team unterwegs. Körper, Geist, Herz, Seele. Und die sind auch immer alle mehr oder weniger angespannt und jeder entspannt auf seine eigene Weise. Ich muss meinem Verstand einräumen, sich zu entspannen. Dazu muss ich mich diszipliniert daran erinnern, nichts zu lesen, nichts zu denken um den ist-Zustand halten und erleben zu können. So, als ob ein leises, angenehmes Haaaaaa durch meinen Kopf hallt.

Mein Körper will wieder anders Anspannungen loslassen. Und alle zusammen müssen die erlebten Eindrücke verarbeiten können. Dazu gehört, das Gefühle hochkommen, sich Gedanken dazu mischen, meine innere Stimme mir liebevoll zur Seite steht, wenn mein wertender Verstand zu schnell Urteile über die Geschehnisse fällt. Dann will der Körper es über gähnen, niesen und dehnen, schütteln oder tanzen rauslassen, um Platz für Neues zu machen. Total lustig, aber so passend für mich.


Bewusste Zeiten zum Entspannen und Ausruhen sind heute täglicher Bestandteil meines Alltags. Es ist ein Prozess des Verarbeitens des Tages. Ich lasse passiv alles Geschehene und Gelernte im Hintergrund verarbeiten, sodass ich am nächsten Tag mit neu gelernten und verarbeiteten Informationen aufwache. Ich muss in dieser Zeit nur loslassen und alles akzeptieren, was ich wahrnehme.


Aber bevor ich das wusste, drehten sich meine Gedanken oft wie ein Karusell rasend schnell. Dadurch zuckten die Beine vielleicht oder ich stellte fest, wie schwer mir das Atmen fiel. Das löste manchmal wieder negative Gefühle und Gedanken in mir aus....


Vertrauen kann man nur, wenn man den ist-Zustand akzeptieren kann. Und unser Körper kann hier wieder ein super Teammitglied sein. Denn wenn wir unseren Selbstwert stärken wollen, wird auch automatisch unser Körper stärker, elastischer und hat weniger Verspannungen und Blockaden. Dieses weniger an Verspannungen führt zu noch mehr Entspannung und wieder zu weniger Angst oder Misstrauen. Wenn ich ein Gefühl richtig verarbeitet habe, dann verfolgt mich dieses Thema nicht mehr. Mich ständig verfolgende, immer ähnliche Gedanken sind ein Hinweis für mich, mich damit nochmal genauer auseinander zu setzen und eventuell festgefahrene, blockierende Energien umzuwandeln.


Und ich muss es für mich machen. Das heißt nicht, dass ich nicht darüber rede. Ich schreibe ja sogar hier darüber. Aber der Prozess des Entspannt Werdens war ein eher leiser, nach innen gerichteter. Das Lob, die Anerkennung und der Erfolg zeigten sich von innen.

Entspannung wurde deshalb für mich zu einer meiner Grundeinstellungen. Um die ich mich jeden Tag auf`s Neue kümmere, wie um meinen Durst oder das Atmen. Früher nannte man mich faul, heute bin ich entspannt.

Nachdem ich die systemische Zusammenarbeit erkannte, merkte ich auch, wo im Körper ich Reaktionen feststellen kann, wenn ich bestimmte Gedanken habe. Somit lerne ich mich auch immer ein Stück weit besser kennen. Und dadurch erhalte ich wiederum mehr Selbstbewusstsein und mehr Selbstwert. Was mir wiederum hilft, meine Grenzen zu wahren und die meiner Mitmenschen. Was wieder zu weniger Stress führt. Ein Kreislauf, von dem wir alle etwas haben. :)


Und ich brauchte das Bewusstwerden dieses notwendigen Vertrauens, weil ich gemerkt habe, dass alles in meinem Körper miteinander verbunden ist. Wenn ich meine Verspannung im Nacken nicht nur auf die rein körperlichen Symptome beschränke, sondern beobachte, in welchen Situationen ich denn meine Schultern anspanne oder welche Gedanken ich habe oder hatte, als sich meine Hände verkrampft haben, dann habe ich viel mehr Verständnis für mich und meine Reaktionen und kann mir aber auch gleichzeitig viel schneller helfen, da wieder rauszukommen oder gar nicht mehr in diese Verkrampfung reinzustolpern.


Erst als ich begonnen habe, mich täglich, auch tagsüber, am Computer, beim Kochen, beim Spielen mit den Kindern, beim Autofahren, immer wieder daran zu erinnern, dass ich entspanne, dass ich im hier und jetzt bin, erst seitdem ist eine dauerhafte, stabile Entspannung eingetreten.


Aber wo anfangen? Der Anfang ist wie immer der gleiche.... Die bewusste Entscheidung dazu, jetzt entspannt zu leben. Und darin fand ich schon den nächsten Schritt. JETZT. Sofort, ab dem Augenblick, in dem ich mich dazu entschlossen hatte, begann ich. Auch heute noch. Egal wo ich bin, egal was ich mache. Immer und immer wieder erinnere ich mich, mit meinem Körper, den Signalen des Lebens und regelmäßigen Zeiten, die ich mir dafür einräume, dass ich locker lassen will. Nicht festhalten, kontrollieren und aufhalten. In meinem Flow sein und auf den der anderen immer mal wieder aufspringen, aber immer in meiner lebensrythmischen Bewegung auch wieder zurück auf meinen eigenen Flow. Das muss ja gar niemand merken. Wenn ich auf einmal ruhiger und bewusster atme, meine Gedanken stoppe oder mal für 2 Minuten an die frische Luft gehe... Nur für mich, für meine Entspannung. Um mit mir wieder Verbindung aufzunehmen. Schon allein nur durch die bewusste Entscheidung dazu war ich schon mal zwei Schritte weiter. Und ob es klappt oder nicht bemerkte ich glücklicherweise sofort, denn wenn ich mich innerlich dazu entscheide, los zu lassen, durchzuatmen, und die Kommentare im Kopf ausschalte, erfahre ich unmittelbar Reaktion in meinem Umfeld. Egal ob ich alleine bin oder unter anderen Menschen oder Tieren. Die Intelligenz des Lebens gibt mir sofort Rückmeldung auf meinen veränderten energetischen Zustand.


Und irgendwann blieb mein Bewusstsein weiter bei meiner Einstellung: Entspannter Alltag, denn jeder Tag kann sich wie Urlaub anfühlen. Ich überlegte, wie ich mich daran erinnern könnte, sollte ich es vergessen und irgendwann war es so automatisiert in meinem täglichen Leben, dass ich es immer mehr verfeinern und personalisieren konnte und heute immer wieder neugestalte. Jetzt begann ich mich um zu konditionieren. Wie bei einem Hund, der lernt, wenn er den Po auf den Boden macht sagt der Mensch Sitz und es kommt ein Leckerlie. Flutsch, ein paar mal geübt und schon ist eine Verknüpfung da.

So ist das auch heute bei mir. Merke ich, wie es in der Schulter zuckt, kommt heute automatisch ein passender Gedanke und meine Atmung wird automatisch ruhiger. Das ist so ein herrliches, unterstützendes Gefühl, wenn ich merke wie ich mit mir selbst zusammenarbeite. Deshalb feiere ich mich beim Staubsaugen, bin dankbar für die Hilfe meines Geschirrspülers oder dankbar für das Update meines Computers. Mein Denken hat den Lebensbereich Entspannung, Gelassenheit, Akzeptanz, Dankbarkeit, Respekt mit in sein tägliches Repertoire mit aufgenommen. Entspannungsmethoden, entspannendere Ernährung, entspannende Bewegung, entspanntes Denken und Handeln. Und dadurch machen auch die Zeiten, in denen es mal mehr ab geht, viel mehr Spaß. Zum einen wurden es genau die Aufgaben, die ich wollte und zum anderen bekam ich mehr Energie die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.


Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast. Auf daß die Erinnerung dich wärmt und gute Träume deinen Schlaf begleiten.

Altirischer Segenswunsch


Mein Fazit?


Es ist ein natürlich Prozess, dass wir am Ende des Tages die Geschehnisse verarbeiten und uns ausgelaugt und gestresst fühlen können.

Es ist ein natürlicher Prozess, dass wir spätestens am Ende es Tages bewusst zur Ruhe kommen wollen.


Entspannen heißt für mich fühlen können. Und es ist heute selbstverständlich, dass ich bewusste Pausen und Ruhephasen der absoluten Stille brauche. Und ich musste diese Entspannungs-Kompetenz erlernen. Wie Radschlagen, singen oder rechnen.


Ich weiss heute, dass ich nicht weniger arbeite oder erledige, wenn ich bewusst und entspannt meinen Alltag gestalte. Ja, manche Dinge mache ich nicht mehr. Aber auf die hatte ich sowieso keinen Bock mehr und es waren faule Kompromisse, die ich eingegangen bin, was sich im Nachhinein ohnehin immer "rächte". Heute kann ich mit den Konsequenzen meines Fühlens und Handelns leben, denn es sind meine Entscheidungen, die ich treffe. Und das auch noch völlig entspannt.


Ich möchte ja auch nicht in einem Haus wohnen, in dem ständiger Lärm herrscht, alle Lichter dauerhaft brennen und alle Maschinen gleichzeitig an sind. So ging es mir mit einem völlig verkrampften, angespannten Körper und Geist und meinem Herzen, dass seine wahre Freude nicht leben und teilen konnte.


Mein Körper ist mein zu Hause. Und ich stelle ihn mir gerne wie ein nettes Haus vor, vielleicht in den Bergen oder am Meer. Und so wie ich mich dort fühlen möchte, absolut wohl und sicher, so will ich es auch in meinem Körper. Und es ist ein herrliches Lebensgefühl. Wir sind ein echt gutes Team, wenn wir aufeinander hören.


Wie aufgeladen und angefüllt werden sich unsere Tage anfühlen, wenn wir uns alle selbst kennen gelernt haben und uns nicht mehr schämen für Auszeiten, einen gesunden Lebensstil und unsere Verrücktheiten, die jeden von uns das Leben hier ganz eigen wahrnehmen lässt. Es ist kein Verzicht auf Altes, es ist ein Ausprobieren von Neuem.


Du hast noch einen ultimativen Tipp, wie du es geschafft hast, deinen Buddha in dir zu finden? Ich freu mich, wenn du dein Wissen mit uns teilst.


Auf ein entspanntes Miteinander,

Naddi




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