• Naddi

Jede Ent-täuschung macht unsere Herzen ein bisschen freier

Hey lieber Erdling,


Zeitung gelesen oder Nachrichten geschaut in den letzten Tagen oder Wochen? Wenn ich mich mit Freunden, der Familie oder Bekannten unterhalten, stelle ich immer wieder fest, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. Irgendwie leben wir alle in unserer eigenen Welt. Ereignisse werden anders interpretiert und bewertet. Geschehnisse völlig unterschiedlich verstanden und emotional aufgefasst oder verarbeitet.


Manchmal will ich laut schreien und mir Gehör verschaffen, weil ich glaube, davon überzeugt bin, dass etwas falsch ist. Manchmal will ich vor Hoffnungslosigkeit zusammenbrechen, weil ich glaube, wir Erdlinge sind verloren.


Aber dieses "Manchmal" habe ich zum Glück schon ein paar Mal durchgemacht und ich bin auch bereits in die Missionierungsfalle getappt. Die Klugscheisserin in mir kann manchmal einfach nicht die Klappe halten :) oder das Helfersyndrom unterdrücken.


Das hat mir aber auch schon ein paar Mal Ent-täuschungen eingebracht. Und die taten so weh. Aber, wir sind ja alle "Kinder der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst" und aus jeder Ent-täuschung habe ich gelernt. Falls nicht, kann ich mir sicher sein, das Leben schenkt mir nochmal eine Möglichkeit neue blinde Flecken aufzudecken, indem Erinnerungen hochkommen oder Konflikte sich wiederholen. Jedes Mal habe ich meinen inneren Kompass neu ausgerichtet. Habe meine Werte geprüft, mein Verhalten, mein Gewissen und, das ist für das Wichtigste, mein Herz.


Kurze Hintergrundinfos hier.


Wusstest du, dass


  • unser Herz ein eigenes Gehirn hat?

  • unser Herz ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das viel viel stärker ist, als das des Gehirns?

  • unser Herz eine verschlossene, 5. Kammer hat? Und es eigentlich gar keine Pumpe ist...

  • Und dann, die LIEBE in Form unserer Hormone, Oxytocin. Nach 10 Sekunden Körperkontakt (auch mit Tieren) schüttet unser Körper das Liebeshormon aus.

Und so schmerzhaft auch jede Enttäuschung sein mag, mein Herz war jedes Mal froh darüber, dass ich mich von Altem, für mich Falschem, von Fremdem, von Vertrautem, aber Schmerzhaftem getrennt habe.


Jede Erfahrung die ich daraus mitgenommen habe, hat mich selbstsicherer, souveräner, ruhiger und liebevoller werden lassen. Mein Vertrauen ins Leben ist gewachsen, mein Vertrauen zur Schöpfung und meine Verbundenheit mit ihr, mit mir, mit allem.


Heute hilft mir das enorm, mich durch den Dschungel der Nachrichten und Informationen zu wurschteln. Ich hab´ ja meinen inneren Kompass. Mein Herz, das mit manchen Dingen in Resonanz geht, mit machen nicht.


Und nachdem ich vor mehr als 10 Jahren aufgehört habe, normalen TV zu gucken oder Zeitungen zu lesen, habe ich auch gelernt, dass wichtige Informationen immer zu mir finden. Auf unterschiedlichste Weise. Somit kann ich unterschiedliche Quellen abgleichen, meinen moralischen Kodex hinzunehmen und mein Herz gibt mir dann schon die letzten Impulse.


Das alles ist aber ein Prozess. Ein Prozess raus aus Fremdbestimmung und Manipulation. Bei mir begann das ziemlich früh, weshalb ich ziemlich früh schon ziemlich depressiv war. Heute ist mir das alles aber von großem Nutzen. Keine Erfahrung muss umsonst sein. Kein Schmerz sinnlos und keine Enttäuschung Grund, sich zu schämen, Hass zu streuen oder den Kopf in den Sand zu stecken.



Nein, das dient dazu, dass wir uns als Erdlinge weiterentwickeln. Nichts ist beständiger als der Wandel.


Und dass die Medien z.B. lügen ist nichts Neues. Propaganda gibt es schon seit mehr als 2000 Jahren. Ich selbst hatte mein Erwachen bei den Medien, als das Thema Kampfhund groß durch die Gesellschaft gejagt wurde. Ich habe selbst miterlebt, wie Boulevardzeitungen heimlich Fotos von dem Hund meine Schwiegermutter machten, dieses in der Zeitung veröffentlichten und diese Hündin als beissenden Kampfhund darstellte. Damals war ich Anfang 20 und ich bin vom Glauben abgefallen. Alles rund um das Thema Rasselisten/Kampfhunde macht einen fertig, wenn man Hunde und Tiere kennt und versteht. Dass es Menschen gibt, die solche Bösartigkeiten verbreiten und damit auch noch Geld verdienen (Hundekämpfe, Kampfhundesteuer) ist nur ein (kleiner) Teil unserer Gesellschaft, der mit in den Topf unserer rEVOLution fallen wird.


Ach, oder wie traurig war ich, als ich beim Psychotherapeuten feststellte, dass der mir gar ned helfen will.... Vielleicht konnte er es auch nicht.... und der nächste auch nicht.


Und die chronischen Krankheiten, ja, da müsse ich jetzt mit leben. Neeeeeeeee, ich lerne von ihnen und wenn wir alles voneinander gelernt haben, lasse ich sie los und wir gehen getrennte Wege.


Meine erste Schwangerschaft und ich kam mir beim Frauenarzt vor, als wäre ich eine Ware.... Naja, heute weiß ich um die Selbstheilungskräfte des Körpers. Habe meine Kinder außerklinisch geboren und frage die Natur um Unterstützung.


Ich bin seit über 12 Jahren "Hausfrau und Mutter" (ich hasse diesen Begriff, Care-Arbeit finde ich aber noch grässlicher...) und gemäß dem momentanen Bilder "der Frau" bin ich nicht wirklich emanzipiert oder selbstständig. Joooaaa, okay. Darf ja jeder denken was er will, oder?


Als ich eine freie, alternativpädagogische Schule mit gründen wollte, kam ich mir vor wie im falschen Film. Als Schülerin dachte ich halt, jo, bin eben ein rebellischer Mensch, pass´ ich halt ned so rein. Als Erwachsene habe ich heute meine ganz eigene, vielleicht nicht so staatskonforme Meinung über unseren Regierungsapparat.


Das Männerbild in unserer Gesellschaft... Ich bin Mama eines Sohnes und zweier Töchter.... welche Werte will ich da vermitteln? Meine eigenen, den Rest müssen die Kinder für sich wahrnehmen.


Oder die spirituelle Szene... Aus der Kirche bin ich mit 18 ausgetreten. Aber auch die New-Age-Szene ist nichts für mich oder entspricht nicht dem, was ich für mich als göttlich, spirituell oder verbunden mit dem Leben empfinde. Auch hier, finde deine Wahrheit, nimm WAHR, wo, wie, mit wem du dich lebensbejahend verbunden fühlst.


Ich könnte die Liste noch ewig weiterführen. Wichtig ist mir bei diesem Artikel nur, dir zu sagen, es ist okay, wenn du an jemandem Zweifel hegst und ihn hinterfragst. Ebenso dich selbst.


Wer wirkliche Veränderung will, der muss meiner Meinung und Erfahrung nach so mutig und stark sein, zu sich selbst absolut ehrlich zu sein. In beide Richtungen. Ich bin wirklich recht hart mit mir und habe einen hohen ethischen und moralischen Kodex, aber genau so liebevoll bin ich (mittlerweile) auch zu mir.


Und daher freut es mich heute, wenn ich mal wieder einen Artikel lese oder jemanden treffe und ich bekomme da dieses Gefühl... "Achtung, prüfe mal nach...." Dann weiß ich, entweder entdecke ich wieder etwas Neues oder ich darf etwas Altes über Board werfen oder vielleicht auch einen Wert manifestieren, wovor ich mich bisher gedrückt habe :).


Ja, das ist zuweilen anstrengend. Aber, sei ehrlich... was ist denn nicht anstrengend?


Ich habe mich dazu entschlossen lieber meinen eigenen Weg zu gehen, meine eigenen Meinung zu haben, sie mir zu bilden und meine eigenen Steine aus dem Weg zu räumen, als die von anderen oder "von außen" (der Gesellschaft) auferlegte.


Manchmal passen die Wege sogar zusammen, manchmal gehe ich völlig andere.


Lass dich ned verarschen! Auch nicht von "dir selbst", manchmal sagen oder denken wir Meinungen anderer.... Wenn dir was komisch vorkommt, falsch vorkommt, dann trau dich zu hinterfragen. Egal wer oder was es ist.


Wenn du dich mit jemandem triffst, unterhältst, etwas siehst hörst oder schaust und du bekommst Panik oder Unwohlsein, dann lenk dein Aufmerksamkeit auf etwas anders.


Verdränge nicht. Gerade in dieser Corona-Phase kamen und kommen Informationen an die Öffentlichkeit, die wir schon viel zu lange verdrängt habe. Nicht jeder von uns Erdlingen kann zur gleichen Zeit die gleichen Informationen verarbeiten.


Daher, wenn es gerade nicht dein Thema ist, dann lass es los. Bewerte es nicht. Lass die Erinnerung daran wie eine Wolke wegfliegen, sorge dafür, dass du entspannt bist und vertraue dir. Vertraue dem Leben, der Schöpfung, deinem Höheren Selbst, dem Höchsten Bewusstsein, Akua, wie auch immer dein Wort dafür ist.


Versuche so oft wie möglich bewusst etwas zu erleben. Konzentriere dich auf eine Sache, lass die Gedanken immer ruhiger werden. Lass deinen Körper ruhiger werden, denn entspannen müssen wir lernen. Das ist ein bewusster Prozess, sonst würden wir uns anpinkeln.... :) Daher, warte nicht auf die Entspannung, lass sie aktiv geschehen.



Starte deinen Tag achtsam und bewusst.


Aber Schlafschaf sein, dafür ist jetzt nicht mehr der richtige Zeitpunkt. Jeder von uns Erdlingen hat so viel Potential, wir müssen nur unsere Nischen finden, uns in unseren Körpern wohlfühlen, das Leben beginnen zu spüren und aufhören einfach nur funktionieren zu wollen.


Wir müssen beginnen die Liebe wirklich ernstzunehmen. Nicht als romantisches Konstrukt, nicht als aufgedrängtes Wertesystem. Nein, Liebe ist so viel mehr, Liebe ist so viel andersterer, wunderprächtiger als geanht und wir bekommen sie so oft vorenthalten. Trau dich der Liebe zu vertrauen, sich geht andere Wege als das "Protokoll der Gesellschaft und Zivilisation", aber das ist gut so. Das ist ein sich selbstgerugierender Prozess des Lebens und der Liebe. Liebe heisst loslassen zu können, geschehen lassen zu können. Vertrauen zu haben, dass Schwierigkeiten dazugehören, aber dass Dauerkacke, Dauerstress, anhaltende Dunkelheit sind nicht das Leben. Das ist künstlich produziert und am Leben gehalten.


Deshalb, frag dich doch ruhig, wem nutzt es denn? Warum soll ich das jetzt machen, glauben, sagen, denken, fühlen? Nutzt es mir, dem Leben, der Liebe, meinen Kindern, der Natur? Nein, dann, weg damit....


"Vom Glauben abzufallen" mag weh tun, ist aber meiner Meinung nach absolut notwendig und unabdingbar, um erwachsen werden zu können. Wie will ich eigenverantwortlich, selbstständig und souverän sein und handeln, wenn ich immer am gleichen Seil geführt und in vorgezeichneten Bahnen gehe und lebe?


"Neue Wege entstehen dadurch, dass man sie geht." (Franz Kafka)


Wir haben einen freien Willen und ich glaube, wir sind gerade dabei das erst so wirklich zu realisieren.


Denn, "sei selbst die Veränderung, die durch dir wünschst für diese Welt." (Mahatma Gandhi)


Also, lass die Ent-täuschung los und mach dich auf die Entdeckung deiner Wahrheit.


Trau dich auf der Welle des Lebens zu reiten, runterzufallen, aufzustehen, deine Krone zu richten und weiterzumachen. Mach dein Herz frei, Stück für Stück. Jeden Tag, jeden Augenblick, immer wieder. Nutze diese Kraftquelle, es ist deine eigene. Nur für dich. Sie war da, noch bevor dein Hirn begann sich zu entwicklen. Unser Herz ist unser ältester und bester Freund, den wir immer immer immer mit uns tragen.


Wenn wir das realisieren, wird die Erde vor Glitzerpupsen nur so funkeln und alle Kinderaugen mit. Die großen und die kleinen, mit 2 Beinen, 4 Beinen, keinen Beinen, hunder beinen. Ich freu mich drauf.


Bis bald,

Naddi


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