• Naddi

Das gemütliche Familienessen - die Energie und unsere Verbundenheit

Das Ende des Jahres kommt auch dieses Mal wieder so plötzlich, aber dafür wieder umso spürbarer. :) Wenn das alte Jahr zu Ende geht und das neue sich so langsam ankündigt, liegt doch immer etwas magisches in der Luft, eine Energie, die völlig anders ist. Ähnlich wie am Familientisch. Da herrschen eigene, individuelle Gesetze. Wenn wir Kinder zu Besuch haben, ist das immer spannend zu beobachten. Aber heute geht es um unser Familienessen und wie ich dieses Ritual bewusst nutze um mir der Kraft unserer Energie als Lebewesen bewusst zu werden.


Als Vorwarnung, wir sind zu fünft und einer ein größerer Freigeist, als der andere, Pipi Langstrumpf würde es bei uns lieben. Aber ich liebe es so und trotz all dem Chaos würde ich es nicht eintauschen wollen.


Und so wie man die spürbare Energie um die "Weihnachts"-und Silvesterzeit nicht abstreiten kann, so ist es bei uns, wenn wir gemeinsam essen.


Jetzt in den Ferien ist das glücklicherweise jeden Tag der Fall und es ist ein riesen Spaß :) Manchmal wünsche ich mir ein Energie-oder Frequenzmessgerät, das ich gerne heimlich unter den Tisch machen würde.


Es ist jedes Mal ein bewundernswertes Schauspiel der Naturkräfte. Meistens koche ich oder rufe zum Essen und ich gebe den anderen Bescheid, wenn ich anfange, das Essen auf den Tisch zu stellen. Wir sind zu fünft und auf 3 Stockwerke verteilt. Schon die Geräusche, bis die alle unten sind. Aber dieses Haus steht schon über 300 Jahre, dann wird es uns auch überleben - so mache ich mir immer Mut :)


Und nun würde ich gerne mein Messgerät anschalten. Wenn der oder die erste runterkommt ist eigentlich noch alles relativ entspannt. Bei mir unten ist es leise, die Hunde liegen irgendwo herum und vielleicht ist jetzt mit Mensch 1 ein Handy an oder wir erzählen. Die Lautstärke ist auch noch in einem Rahmen, der unter Unterhaltung gezählt werden kann. Jetzt kommt Mensch 2 dazu.



Meistens muss nun auch ein Hund aufstehen, sich knuddeln lassen oder aus purer Freude bellen. Ist ja so spaßig, diese Menschen quietschen dann mit und freuen sich und hüpfen. Herrlich... wir passen auch zu dritt oder viert auf 2qm... mit bellendem Hund, in die Küche, vor den Herd... eventuell ist jetzt noch ein Handy an und ich kann mich entscheiden wo ich hinhöre, schaue und was mache. Meistens lächle ich aufrichtig und mache hmm, okay. Coool. Es passt auch glücklicherweise häufig und so fällt es den süßen gar nicht auf, dass ich nicht so gaanz aufmerksam war. Aber hey, wir hatten das Thema ja schon, mithelfen, ich koche gerade, warte bis wir sitzen. Aber irgendwie wollten sie das nicht hören, also habe ich mich für die simple Variante entschieden. Grundschwingung, ich liebe dich und freue mich dass du da bist, körperlich lächeln und nicken und dabei bitte das Essen auf den Tisch rüber schaffen.


Mein Messgerät würde jetzt schon Luftsprünge veranstalten.


Ich unterhalte mich jetzt mit 2 Menschen, während ich versuche die Hunde zu beruhigen. Das Essen wird von uns rüber gestellt und der Tisch gedeckt. Mittlerweile laufen 6 Menschenbeine durchs EG, die singen, hüpfen, sich eventuell auch schon beschimpfen... Während ich mir versuche zu merken, welche Formulare ich für die Schule unterschreiben muss. Oder musste ich gar nichts unterschreiben? Mist, nicht richtig zugehört. Nicht ärgern, ganz wichtig, cool bleiben. Wenn ich jetzt auch noch, also dann, der Frequenzmesser....


Zum Glück sind wir ja eingespielt, die Kinder kennen die Mutti, was wichtig ist, wird mir zum Unterschreiben gezeigt, sonst frisst es der Chaoskobold.


Währenddessen kommt Mensch 3 hinzu, Gedrängel am Tisch. Denn wozu eine Sitzordnung? Stühle müssen sowieso regelmäßig getauscht werden und heute kann Mensch 2 nicht dort sitzen, wo er gestern saß. Okay, sitzt der Hund halt dort... (jaaa, die Erziehung, ich weiß)


Manchmal ist es jetzt schon so laut und voll, dass die Hunde sich in ihre Ecken verziehen und sich das Schauspiel aus der Ferne angucken. Ich glaube über mich lachen sie am Meisten.


Weil sie merken, wie ich selbst versuche ruhig zu bleiben um mich von den Mengen an Energie und Realitäten und Geplauder nicht mitreißen zu lassen. Oder die Teller, die ich im Slalom bis zum Tisch schlängle.


Bis wir dann endlich alle sitzen und essen, falls nicht doch jemand festgestellt hat, dass er das heute überhaupt nicht essen kann oder es jetzt auch grad irgendwie unpassend ist mit essen, habe ich die Fenster aufgemacht, um für etwas Frische und Klarheit im Raum zu sorgen. Auch im Winter ;), so werden sie schneller ruhig, weil´s kalt wird.


Seit ich mir dessen bewusst bin und immer öfter aus diesem Spiel aussteigen kann, indem ich meine Energie bei mir behalte und Verantwortung für meine Laune und meine Worte in diesen Momenten übernehme, macht es noch mehr Spaß dieses Abendteuer Familie zu leben.


Also, wenn du noch nicht überzeugt davon bist, dass wir alle in Verbindung stehen und alles Energie ist, sei doch mal Gefühlsmessgerät beim nächsten Familienessen. Beobachte dich, ob du Unterschiede merkst. Wird es lauter? Spürst du diese Lautstärke körperlich oder hörst du sie nur? Deine Gedanken, waren sie ruhiger, als ihr weniger Personen im Raum ward oder entspannt es dich, wenn ihr gesellig zusammen sitzt?


Manchmal gibt es vielleicht gar keinen wirklichen Grund für Eskalationen oder Streit. Manchmal sind wir einfach nur zu lange, zu viele am selben Ort und uns der Energie und Verbindungen zueinander nicht bewusst.


Werden wir uns dessen bewusst, macht Familie und lieben irgendwie mehr Spaß.


Viel Spaß beim nächsten Familienessen.


LG

Naddi

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